Wir ratschen, wir ratschen

Eine liebgewordene Tradition die alljährlich die stille Osterzeit ankündigt

Wir ratschen, wir ratschen,……..

Undenkbar, sollten eines Tages diese fröhlichen Kinderstimmen in der Karwoche nicht mehr zu hören sein. Eine liebgewordene Tradition die uns alljährlich die stille Osterzeit ankündigt.
Der Winter hat längst seine Macht verloren, wenn die Kirchenglocken der Überlieferung nach von Gründonnerstag bis Karsamstag schweigen, weil sie nach Rom geflogen sind.
Die Haushalte halten zu dieser Zeit verlässlich ein paar Ostereier, Naschereien oder Münzen für die Entlohnung der Ratschenkinder bereit, deren Aufgabe es ist das Läuten der Glocken zu ersetzen.

Die Kinder gehen unter der Leitung eines „Ratschenmeisters“ von Haus zu Haus. Begeistert drehen sie an den Kurbeln ihrer Holzratschen und haben großen Spaß am ohrenbetäubenden Lärm. Die Frühaufsteher schmunzeln und die Langschläfer vergraben sich unter den Kissen, wenn die Schar anrückt.
Wenn die Ratschenkinder am Karsamstag das letzte Mal ratschen, sind die Glocken längst aus Rom zurückgekehrt und verharren geduldig, um die Auferstehung Jesu Christi zu verkünden.

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