Tourismusausflug - Sopron

Auf den Spuren unserer Geschichte

Auf den Spuren unserer Geschichte

Beim diesjährigen Tourismusausflug wandelten 47 kulturinteressierte MarzerInnen auf den Spuren der burgenländischen und ungarischen Geschichte.

Unter der Reiseleitung von Mag. Herbert Schwentenwein ging die Reise in das ehemalige Zentrum der Region, nach Sopron (Ödenburg) und neun weitere Ortschaften, die im Zuge der Volksabstimmung von 1921 bei Ungarn verblieben sind.

Von Marz weg fuhr die Gruppe über den Grenzübergang Klingenbach nach Brennbergbanya (deutsch: Brennberg). Der Ort ist ein Stadtteil von Sopron. Im Jahr 1753 wurden in Brennbergbánya Vorkommen von Steinkohle entdeckt. Bald danach entstand eines der bedeutendsten Steinkohlebergwerke Ungarns. Nach 1945 wurden die Zechen aus politischen Gründen stillgelegt. Im Jahr 2001 lebten in dem Ort nur noch 604 Einwohner und die Reiseteilnehmer konnten sich bei einer Rundfahrt durch den Ort vom Stillstand der Zeit überzeugen.
Weiter ging es über Harka nach Nagyzenk. Dort besichtigte die Gruppe das Schloss Széchenyi. Hier residierte einst der ungarischer Graf István Széchenyi, der Großartiges für sein Land vollbracht hatte. Durch Initiative und Unterstützung des Grafen wurde die Ungarische Akademie der Wissenschaften gegründet, wichtige Flüsse wie Donau und Theis reguliert, Eisenbahnstrecken gebaut sowie großes Augenmerk auf die ungarische Pferdezucht und den Pferdesport gelegt, einem wichtigen Wirtschaftsfaktor früher und heute. Aufgrund seines Lebenswerkes bezeichnet man noch heute Graf István Széchenyi als den “größten Ungarn”.
Nach dem Mittagessen im Hotel “Pannonia” in Sopron ging die Reise weiter nach Fertörákos (deutsch: Kroisbach). Ein kleiner Ort, 10 km von Sopron entfernt, der sein früheres Aussehen bis in unsere Tage bewahrt hat. Ein gut ausgebauter Fahrradweg verbindet das Dorf mit Mörbisch in Österreich.
Die wichtigste Sehenswürdigkeit von Kroisbach ist der Steinbruch; der Abbau des Leitha-Kalksteins begann bereits in der Römerzeit. Heute wird dieser als Operettenaufführungsort genutzt.
Besichtigt wurde das Palais, erbaut im Rokoko-Stil. Es diente den Bischöfen von Györ und Sopron als Sommerresidenz. Das Palais ist mit stilvollen Deckenmalereien und in der im Erdgeschoss befindlichen Kapelle kann man Engelsfresken bewundern. Heute wird das das Palais von ungarischen Künstlern als Ausstellungsort genutzt.
Zurück in Sopron führte Mag. Herbert Schwentenwein die Gruppe durch die Altstadt von Sopron. Besonders zu erwähnen ist hier der Hauptplatz, der Fotér, auf dem sich die barocke Dreifaltigkeitssäule befindet. Sie wird auch Pestsäule genannt, da sie nach der Pestepidemie im Jahre 1701 gestiftet wurde. Besichtigt wurde auch das höchste Gebäude der Stadt der Tustorny, der Feuertum, ist rund 61 Metern hoch.

Gemütlicher Abschluss des erlebnisreichen und informativen Tages war bei einem Heurigen in Sopron.



Link zur Fotogalerie

Zurück