Robischkirtag 2012

Gelebtes Brauchtum

Besser kann kein Volk vererben, als vererbten Väterbrauch – wo des Landes Bräuche sterben, stirbt des Landes Blüte auch.“

Gelebtes Brauchtum – Robischkirtag in Marz


Am 2. Juni fand der traditionelle Robischkirtag mit dem Robischmeisterpaar Alexander Weber und Marion Hofschneider sowie dem Vizepaar Christian Dögl und Denise Treitl statt.

Unsere Robischmädchen/Burschen zeigten in gewohnter Manier dem zahlreichem Publikum die einstudierten Volkstänze vor der Pfarrkirche..

Höhepunkt war sicherlich der traditionelle Bandltanz, den die Burschen und Mädchen, als Abschlusstanz vorführten. Nach den gelungenen Darbietungen marschierten die Robischburschen und Robischmädchen mit musikalischer Begleitung vom Musikverein Frohsinn Marz zum Gasthof Scheiber, wo bis in die Morgenstunden gefeiert wurde.

Bgm. Gerald Hüller ist zu recht stolz auf seine Marzer Jugend und bedankte sich bei Allen die zum Gelingen dieses wunderbaren Festes beigetragen haben.

Die Herkunft des Wortes Robisch ist nicht mehr zur Gänze zu erklären. Der Robisch ist ein 3 cm breiter und 50 cm langer Holzstab. Lange farbige Bänder, Maschen genannt, schmücken ihn. Er wurde am Kirtag vom Robischmeister Alexander Weber im rechten Stiefel getragen. Der Robischstab hat noch ein ihm ganz gleiches Gegenstück, das der Wirt verwahrt, bei dem der Kirtag stattfindet. Der Robisch ist ein zuverlässiges Schuldbuch, wie es einmfacher und genauer nicht geführt werden kann. Durch Kerbeschnitte werden die vom Wirt ausgegebenen Liter Wein oder Bier im Robisch und im Stab des Wirtes vermerkt. Zur Abrechnung werden die Kerbschnitte mit einander verglichen und gezählt. Diese Art der Buchführung verrät in ihrer Einfachheit schon ihr hohes Alter.



Link zur Fotogalerie

Zurück