25 Jahre Fall des Eisernen Vorhangs

Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs konnte im Burgenland ein Strukturwandeleingeläutet werden. Heute kann sich der Wirtschaftsstandort Burgenland international messen, mit der Vorreiterrolle im Natur- und Umweltschutz, bei Erneuerbarer Energie und unserer kulturellen Vielfalt bietet das Land eine ausgezeichnete Lebensqualität.

Was heute für uns selbstverständlich ist, war vor 25 Jahren für viele undenkbar. Über Jahrzehnte hindurch waren West und Ost durch Stacheldrahtzäune und Wachtürme voneinander getrennt. Durch den Eisernen Vorhang wurde der Traum von einem geeinten, friedlichen Europa nach dem 2. Weltkrieg zerstört, stattdessen wuchs die Furcht vor einem neuen Krieg.

Das alles ist heute Geschichte, vergessen dürfen wir es trotzdem nicht. Im Gegenteil, der Eiserne Vorhang und die Ereignisse von 1989 rufen uns immer wieder in Erinnerung, dass Freiheit und Frieden die höchsten Güter sind, die wir haben. Mit dem Abbau des Stacheldrahtes ist eine neue Ära in den nachbarschaftlichen Beziehungen eingeläutet worden. Kooperationen nicht nur auf wirtschaftlicher Ebene sind geschlossen und Kontakte zwischen Gemeinden, Vereinen, Schulen und Organisationen aufgebaut worden.

Im Rahmen des Festaktes im Kultur- und Kongresszentrum Eisenstadt äußerten sich zudem Prof. Dr. Horst Teltschik, der Kanzleramtsminister Dr. Friedrich Bohl, Bildungs- und Wissenschaftsminister Peter Pellegrini aus der Slowakei, der ungarische Staatssekretär Gergely Pröhle sowie Dagmar Schellenberger, Intendantin der Seefestspiele Mörbisch.

Bundespräsident Dr. Heinz Fischer bezeichnete in seiner Festansprache das Jahr 1989 als „Wunderjahr“. „Auf realer Ebene war es nicht vorstellbar, dass es einmal keinen Eisernen Vorhang geben könnte“, so Fischer weiter. Er bezeichnete zudem den darauf folgenden Aufbau in den östlichen Nachbarstaaten als „eine Schwerarbeit und Feinarbeit zugleich“. Er gratulierte dem Burgenland zur positiven Entwicklung und dankte der Burgenländischen Landesregierung mit Landeshauptmann Hans Niessl an der Spitze für die Durchführung dieser Festveranstaltung.

Das Burgenland war jahrzehntelang die östlichste Region des Westens und rückte schließlich durch den Fall des Eisernen Vorhangs in das Herz eines neuen Europas.

Als Ehrengäste konnten zudem unter anderem die Minister Gabriele Heinisch-Hosek, MMag. Dr. Sophie Karmasin und Alois Stöger sowie Landeshauptmann a.D. Hans Sipötz begrüßt werden. Im Anschluss an den Festakt, dem insgesamt rund 300 Besucherinnen und Besucher beiwohnten, standen eine von den Seefestspielen Mörbisch gestaltete Operettengala sowie ein Empfang des Landeshauptmannes auf dem Programm.

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