Ein gesegnetes Osterfest 2014

 

Fotos

Eins schöner Osterbrauch - Osternachtsingen

Liebe Leut, seid munter und wach den Tag vertreibt die finstere Nacht, das Firmament tut sich wenden. Stehet auf in Gottes Nam`ruft Jesus und Maria an, die alle Zeit bei uns sein.Wache auf, wache auf, du frommer Christ, weil heut der Tag der Gnaden ist.Es gingen drei heiligFrauen einst, sie wollten das Grab beschauen ein.Sie suchten den Herrn Jesus Christ, der von den Tod erstanden ist. Hat zeh(elf, zwölf…) g`schlagn , Gelobt sei Jesus Christus.  

 

Alljährlich wird in der Nacht vom Karsamstag zum Ostersonntag das Ostersingen durchgeführt. Es ist ein alter Brauch, von dem niemand genau weiß, wann er seinen Anfang nahm und wer das Lied zum ersten Mal sang. Laut mündlicher Überlieferung kann als Ursprung dieses Brauches die Jahrhundertwende (19./20. Jh.) angenommen werden. Die ersten nachweislichen Sänger waren zwei Vorbeter der Kirche. Während des 2. Weltkrieges war es in der Osternacht still. Es gab kein Ostersingen. Aber gleich nach Kriegsende lebte der Brauch wieder auf. Abermals waren es zwei Vorbeter, die mit dem Singen in der Osternacht begannen. Von diesen beiden übernahmen die Männer des Kirchenchores  das Osternachtlied, später schlossen sich die Männer des Gesangsvereines „Liedertafel“ den Kirchenchorsänger an. Weiß man nicht genau um den Bginn des schönen Brauches, so weiß man doch um den Grund seines Entstehens. Mit dem Osternachtsingen war die Absicht verbunden, den Bewohnern von Marz die Kunde und Freude zu bringen:

 

Christus ist auferstanden, der hat den Tod überwunden!

 

Das Osternachtsingen ist mit dem „Herrgottsuchen“ innig verbunden. In früheren Zeiten gingen die Frauen von Marz in der Osternacht zu den Wegkreuzen, um sie zu schmücken, dort zu beten und den Auferstandenen zu suchen.

Osterkerze

Erläuterung: Sie ist die wichtigste Kerze in einer katholischen Kirche. Sie spielt eine zentrale Rolle beim höchsten Gottesdienst, der Osternachtfeier. Sie wird dann als erstes und einziges Licht in die völlig dunkel Kirche getragen. Von ihr aus werden alle anderen Kerzen entzündet. So wird deutlich: Wie das Licht dieser Kerze die Dunkelheit besiegt hat, so hat Christus den Tod besiegt. Aus diesem Grund werden die Taufkerzen Neugetaufter an ihr entzündet: Das Licht des Auferstandenen brennt jetzt auch im Leben des Neugetauften.

Drei Symbole finden sich auf jeder Osterkerze: Die fünf Wundmale (zur Auferstehung gelangt man nur durch den Tod hindurch), die Jahreszahl des letzten Osterfestes (Christus als Herr über die Zeit), Alpha und Omega (erster und letzter Buchstabe des griechischen Alphabets zum Zeichen dafür, das Christus allein Anfang und Ende von allem ist).

Auch unsere  wunderschöne Osterkerze unserer Pfarre wurde wie schon seit 16 Jahren von Familie Josef und Anna Ramhapp finaniert. 

 

Für viele Kinder steht an Ostern nicht der christliche Hintergrund des Festes im Fokus, sondern ein kleiner flauschiger Hase, der allerlei Süßes bringt. Doch seit wann versteckt der Osterhase eigentlich bunte Eier in unserem Garten und füllt die Nester mit den Leckereien? 

Erstmals erwähnt wurde der Osterhase offenbar im Jahr 1682. Der Medizinprofessor Georg Franck von Franckenau schilderte den Brauch, dass der Osterhase die Eier in Gärten im Gras und Gesträuch versteckt, wo sie zur Freude und Belustigung der Erwachsenen von den Kindern gesucht werden. Doch steckt hinter dem Kollegen des Christkinds, des Weihnachtsmannes und der Zahnfee mehr als nur ein kindlicher Glaube?

Osterhase: Symbol der Fruchtbarkeit

Der Hase gilt als Symbol für Fruchtbarkeit. Die Tiere vermehren sich recht schnell und bringen im Frühling als erste ihre Jungen zur Welt, jährlich bis zu 20. Als Sinnbild der Fruchtbarkeit wurde der Hase einst, vor allem auf österlichen Bildbroten, neben einem Ei abgebildet, weil auch dieses Zeichen der Fruchtbarkeit und Lebensfülle war. Er soll auch das Lieblingstier der germanischen Frühlings- und Fruchtbarkeitsgöttin Ostara gewesen sein.

Ein Hase schläft mit offenen Augen

In Byzanz soll der Hase im Mittelalter gar ein Zeichen für Christus gewesen sein. In der Annahme, der Hase schlafe mit offenen Augen, verglich man ihn mit dem Auferstandenen, der nicht im Tod entschlafen war – ähnlich der christlichen Leidensgeschichte Jesu.

Schuldenfrei am Gründonnerstag?

Aus weltlicher Sicht, galt der Gründonnerstag als Abgabe- und Zinstermin. Einerseits ist überliefert, dass die Gläubiger in Eiern oder Hasen bezahlt wurden. Eine zweite Überlieferung sagt aus, dass man den Schuldner bei Bezahlung seiner Schulden mit einem Hasen verglich, welcher nun nicht mehr vom Hund gehetzt wurde.

Futtersuche der Hasen führt zum Brauch

Nach langen und frostigen Wintern verlassen Hasen oft ihre üblichen Gefilde und suchen in der Nähe von Siedlungsgebieten nach Futter. Auch das könnte dazu beigetragen haben, dass man den Hasen mit dem Verstecken von Osternestern in Verbindung brachte.

Der Hase und der Mond

Auch der Zeitpunkt des Osterfestes an sich lässt eine Verbindung zum Hasen zu. Der Termin hängt vom Frühlingsanfang und Vollmond ab. Seit dem Konzil von Nicäa (im Gebiet der Türkei) im Jahr 325 wird Ostern am ersten Sonntag nach dem Frühlingsvollmond gefeiert. In der Mythologie gilt der Hase als Mondtier.

Der Osterhase – eine Erfindung der Eltern?

Der Suche nach Ostereiern soll ein heidnischer Brauch zugrunde liegen. Die Ostara-Eier wurden zu Ehren der germanischen Frühlings- und Fruchtbarkeitsgöttin Ostara verschenkt. Alten Aufzeichnungen zufolge luden die Paten ihre Kinder ein, um mit ihnen nach den Eiern zu suchen bzw. Jagd auf den Osterhasen zu machen. Die Eier wurden dem Osterhasen zugeschrieben, weil er viel flinker ist und Hennen keine bunten, verzierten Eier legen konnten. Damit geht dieser Brauch auf den Erklärungsnotstand der Erwachsenen zurück.

 

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