Aktives Dorfleben in Marz

Ostern 2020

Marz aktuell April 2020

Schule kann auch Spaß machen - Volksschule Marz

Ratschenkinder

Stimmt uns ein wenig traurig aber  wir freuen uns umso mehr aufs nächste Jahr!

Wir ratschen, wir ratschen,……..

Undenkbar, sollten eines Tages diese fröhlichen Kinderstimmen in der Karwoche nicht mehr zu hören sein. Eine liebgewordene Tradition die uns alljährlich die stille Osterzeit ankündigt.

Der Winter hat längst seine Macht verloren, wenn die Kirchenglocken der Überlieferung nach von Gründonnerstag bis Karsamstag schweigen, weil sie nach Rom geflogen sind. 

Die Haushalte halten zu dieser Zeit verlässlich ein paar Ostereier, Naschereien oder Münzen für die Entlohnung der Ratschenkinder bereit, deren Aufgabe es ist das Läuten der Glocken zu ersetzen.

 

Die Kinder gehen unter der Leitung eines „Ratschenmeisters“ von Haus zu Haus. Begeistert drehen sie an den Kurbeln ihrer Holzratschen und haben großen Spaß am ohrenbetäubenden Lärm. Die Frühaufsteher schmunzeln und die Langschläfer vergraben sich unter den Kissen, wenn die Schar anrückt.

Wenn die Ratschenkinder am Karsamstag das letzte Mal ratschen, sind die Glocken längst aus Rom zurückgekehrt und verharren geduldig, um die Auferstehung Jesu Christi zu verkünden.

Osternachtsingen

https://marz.oevp-burgenland.at/index.php/537/album/ein-gesegnetes-osterfest-2016.html

Eins schöner Osterbrauch – Osternachtsingen

Liebe Leut, seid munter und wach den Tag vertreibt die finstere Nacht, das Firmament tut sich wenden. Stehet auf in Gottes Nam`ruft Jesus und Maria an, die alle Zeit bei uns sein.Wache auf, wache auf, du frommer Christ, weil heut der Tag der Gnaden ist.Es gingen drei heiligFrauen einst, sie wollten das Grab beschauen ein.Sie suchten den Herrn Jesus Christ, der von den Tod erstanden ist. Hat zeh(elf, zwölf…) g`schlagn , Gelobt sei Jesus Christus.  

Alljährlich wird in der Nacht vom Karsamstag zum Ostersonntag das Ostersingen durchgeführt. Es ist ein alter Brauch, von dem niemand genau weiß, wann er seinen Anfang nahm und wer das Lied zum ersten Mal sang. Laut mündlicher Überlieferung kann als Ursprung dieses Brauches die Jahrhundertwende (19./20. Jh.) angenommen werden. Die ersten nachweislichen Sänger waren zwei Vorbeter der Kirche. Während des 2. Weltkrieges war es in der Osternacht still. Es gab kein Ostersingen. Aber gleich nach Kriegsende lebte der Brauch wieder auf. Abermals waren es zwei Vorbeter, die mit dem Singen in der Osternacht begannen. Von diesen beiden übernahmen die Männer des Kirchenchores  das Osternachtlied, später schlossen sich die Männer des Gesangsvereines „Liedertafel“ den Kirchenchorsänger an. Weiß man nicht genau um den Bginn des schönen Brauches, so weiß man doch um den Grund seines Entstehens. Mit dem Osternachtsingen war die Absicht verbunden, den Bewohnern von Marz die Kunde und Freude zu bringen:

Christus ist auferstanden, er hat den Tod überwunden!